Bewegung im Gelände

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Die Schlagkraft einer Truppe wird durch ihre Feuerkraft und Mobilität bestimmt. Das Gelände zu kennen, es zu lesen und sich korrekt in ihm zu bewegen, erfordert Kenntnis, Erfahrung und Übung. In diesem Abschnitt werden die Grundlagen dafür vermittelt.

Bewegung im Gelände

Grundsätzlich gilt, dass eine Bewegung von folgenden Faktoren bestimmt wird:

  • Gelände – Einen Bergkamm zu erreichen, kann langwierig sein. Weitläufige, freie Flächen sind zu meiden: eine Bewegung setzt eine entsprechende Vorkenntnis von Gelände und Erfahrung im Umgang mit der Karte voraus
  • Trupp – Je nachdem, welche Truppgröße und -zusammensetzung vorhanden ist, sind unterschiedliche Faktoren entscheidend: Tragen die Soldaten schwere oder leichte Lasten? Ist man zu viert oder sind es zwei Trupps, die sich bewegen? Muss man Verwundete verlegen?
  • Verbündete Kräfte – Befinden sich verbündete Truppen oder Fahrzeuge in der Nähe, welche Platz zum Manövrieren benötigen? Zu dicht gedrängte Formationen laden zu Beschuss durch Artillerie ein – stehe ich zu dicht an meinen Kameraden? Sichere ich in die richtige Richtung? Sichern wir in alle Richtungen?
  • Feindliche Kräfte – Welche feindlichen Kräfte sind wo zu erwarten? Wurden sie aufgeklärt oder ist man sich unsicher, wer das Territorium hält?
  • Ziel der Bewegung – Keine Bewegung ohne Ziel! Wo soll es hingehen? Was ist der Auftrag dort? Welcher Zeitrahmen steht zur Verfügung?

Egal, ob man nun über ein Stoppelfeld zur nächsten Deckung hetzt, sich langsam durch eine Siedlung arbeitet oder in eine Stellung am Waldrand gleitet: es gibt Grundregeln und Dinge, die jeder Soldat wissen sollte. Dazu gehören die Bewegungsarten, Formationen und Grundsätzliches im Umgang mit der Waffe während der Bewegung.

Bewegungshaltungen

Man unterscheidet zwischen folgenden Haltungen:

  • Gleiten – Tiefste Fortbewegungsart, das Kriechen. Geschieht meist langsam, um sich anzuschleichen oder eine extrem flache Silhouette zu bieten. Tastatur: Y
  • Geduckt – Schneller als das Gleiten, ermüdet den Soldaten rasch. Tastatur: X
  • Aufrecht – Aufrechtes Gehen, typische Bewegungsart, wenn längere Strecken überbrückt werden müssen. Tastatur: entsprechend der gerade eingenommenen Haltung nochmals Y , oder X

Bewegungsgeschwindigkeiten

Man unterscheidet zwischen folgenden Bewegungsgeschwindigkeiten:

  • Marsch – Gehen, ermüdet auch mit erhobener Waffe kaum Tastatur: W und S drücken
  • Marsch, Marsch – langsames Laufen, mit gesenkter Waffe nur bergauf Ermüdungserscheiningen, mit erhobener Waffe schnelle Ermüdung. Tastatur: Grundgeschwindigkeit W halten, bei zuvor aktiviertem Gehen, erneut W und S drücken
  • Sprung – sprinten, selbst mit gesenkter Waffe sehr schnell Ermüdend. Tastatur: ⇧ Shift + W halten

Umgang mit der Waffe

Ständig bereit zu sein, ein Feuergefecht aufzunehmen, kann aus mehreren Gründen unpraktisch oder sogar gefährlich sein. Daher gilt grundsätzlich die Waffe während des Marsches herunterzunehmen und erst in den Anschlag zu nehmen, wenn eine der folgenden Bedingungen zutrifft:

  • Es muss ein erkannter Feind bekämpft werden.
  • Die Waffe muss eingewiesen werden oder die Optik soll zur Aufklärung genutzt werden.
  • Feindliche Kräfte auf Tuchfühlung (im Umkreis von 10 m)
  • Es wurde liegend oder stehend eine Stellung bezogen oder es wurden Sicherungsbereiche benannt.

In allen anderen Fällen ist die Waffe unten zu halten. In einer verbündeten Basis ist sie zudem zu sichern!


Die Waffe gesenkt zu haben, hat zahlreiche Vorteile:

  • Das Sichtfeld ist deutlich größer.
  • Die Wahrscheinlichkeit von Beschuss eigener Kräfte und dem Verraten der Position durch versehentliches Abfeuern der Waffe ist geringer.
  • Die Ausdauer leidet weniger und man bewegt sich schneller.


Die Waffe erhoben zu haben, hat einige Nachteile:

  • Entwicklung eines Tunnelblicks: Der Träger blickt nur noch in eine Richtung (meist vorn und eventuell sogar nur noch durch die Optik).
  • Der Soldat bewegt sich langsamer und ermüdet schneller.
  • Der Soldat gefährdet eigene Kameraden!

Es gilt zudem, dass unter keinen Umständen die Waffe auf eigene Kräfte gerichtet wird!

Kreuzen

Unter Kreuzen versteht man das Queren oder Kreuzen der Feuerlinie eines Kameraden. Wo immer möglich, ist dies zu vermeiden. Das gilt ganz besonders für Fahrzeuge. Dort ist auch eine mögliche Bewegungsrichtung (nach vorn / nach hinten) jederzeit frei zu halten. Es hilft ungemein, bereits direkt nach dem Beziehen einer Stellung zu überprüfen, ob die Kameraden immer noch entsprechend manövrieren können. Wann immer man doch kreuzen muss, ist dies verbal und früh genug anzukündigen: "Achtung, ich kreuze!"

Annäherung an verbündete Kräfte

Um sich an befreundete Truppen anzunähern, sollten diese möglichst durch Funk und durch persönliche Ansprache (ähnlich dem Kreuzen) gewarnt werden. Idealerweise gibt man die Annäherungsrichtung zusätzlich mit an.

Überschlagendes Vorgehen

Innerhalb des Trupps bewegt sich immer ein Buddyteam vorwärts. Die anderen Buddyteams sind in Stellung und überwachen das Vorgehen. Das sich bewegende Buddyteam überholt das sichernde und geht circa 25 Meter vor diesem in Stellung. Dadurch beträgt der Laufweg des überschlagenden Buddyteams immer circa 50 Meter. Die eigene Sicherheit und das Finden einer guten Stellung haben hierbei allerdings Vorrang vor dem genauen Einhalten des Abstands. Es ist darauf zu achten, sich in der Bewegung nicht zu sehr seitlich zu verschieben.

Jedes Buddyteam meldet mit einem kurzen Funkspruch "Buddyteam XY steht", sobald es in Stellung ist. Daraufhin meldet das nächste Buddyteam "Buddyteam YZ geht" seine Bewegung, und das In-Stellung-Gehen mit einem "Buddyteam YZ steht". Je nach Truppführer und Erfahrung der Truppmitglieder wird der Truppführer die einzelnen Bewegungen befehlen oder selbstständig durchführen lassen.

Im für das TTT typischen 6-Mann-Trupp bewegt sich oft das Buddyteam des Truppführers zentral hinter den beiden Buddyteams und beteiligt sich nicht am Überschlagen.

Das überschlagende Vorgehen kann sinngemäß auch truppweise, mit mehren Zügen und natürlich auch mit Fahrzeugen durchgeführt werden. Die Abstände, Sicherungsbereiche und Sprungentfernungen sind den jeweiligen Verhältnissen anzupassen.

Raupenartiges Vorgehen

Wird sinngemäß wie überschlagendes Vorgehen durchgeführt. Dabei wird das vordere Buddyteam nicht überholt, stattdessen wird auf dessen Höhe in Stellung gegangen. Danach bewegt sich das vordere Buddyteam weiter nach vorne.

Für das raupenartige Vorgehen wird auch der Begriff "rausdrücken" verwendet. Das Buddyteam, welches auf die Position des vor ihm befindlichen Teams aufschließt, drückt dieses aus seiner Stellung heraus.

Ausweichen

Sowohl überschlagendes als auch raupenartiges Vorgehen können auch sinngemäß rückwärts durchgeführt werden. Hierbei spricht man von überschlagendem oder raupenartigem Ausweichen. Je nach Feindlage wird dabei vor der Bewegung genebelt. Hierbei sollte die Windrichtung beachtet und sich erst dann bewegt werden, sobald der Nebel sich entfaltet hat.

Das Ausweichen endet in einer vom Truppführer vorher befohlenen Auffanglinie.

Vokabular der Bewegung

Befehl / Begriff Bedeutung
"Bereitmachen zum Sprung!"

bzw. "Bereit zum Sprung!"

Vorbereitung auf eine schnelle Bewegung

zum vorgegebenen Punkt

"Sprung auf, Marsch Marsch!" Durchführung des Sprungbefehls
Verschieben Fortbewegen in jeglicher Hinsicht
Verlegen Bewegen über eine lange Strecke
Ausweichen Lösen von feindlichen Kräften, meist Rückzug

zu besser zu verteidigender Position, oft unter

Rauch oder mit Deckungsfeuer kombiniert