Fallschirmspringen

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Der Fallschirmsprung an sich ist unter ArmA 3 keine wirkliche Herausforderung. Im Spiel ist es möglich den Fallschirm bei einer Höhe von ~50m zu öffnen und trotzdem sicher und ohne Schäden zu landen. Man darf das Fahrzeug hintereinander nicht zu schnell verlassen, da es sonst zur Kollision mit dem Vordermann kommt und so Verletzungen entstehen und sich der Fallschirm im schlimmsten Fall sogar schließt und man in die Tiefe fällt.

Um das Letztere zu verhindern und das Erstere realistischer und anspruchsvoller zu gestalten, haben wir im TTT einen festen Ablauf beim Vorbereiten, beim Abspringen und beim Sammeln.

Steuerung

Taste Funktion / Beschreibung
W / S Beschleunigen / Abbremsen
A / D Links steuern/ Rechts steuern
2x V / Mausradmenü Aus dem Fahrzeug springen
Mausradmenü Fallschirm öffnen

Hinweis: ArmA 3 nutzt die Helikoptersteuerung beim Steuern des Fallschirms.

Fahrzeuge

Das Springen per Fallschirm wird nicht nur nach Art des Fahrzeuges sondern auch nach Höhe des Sprunges unterschieden. Eine genau Auflistung und Erklärung für die verschiedenen Höhen ist im Abschnitt Sprungarten zu finden.

Bei der Nutzung von Fahrzeugen im Rahmen eines Fallschirmsprunges gibt es einige Richtwerte, die in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet sind:

Flugzeug Helikopter
Min. Sprunghöhe 180 m* 120 m*
Min. Geschwindigkeit 200 km/h 120 km/h
Max. Geschwindigkeit 250 km/h 150 km/h

*Höhe über Terrain - Geländehöhe beachten!!!

Sprungvorbereitung

Bevor es zum Sprung per Fallschirm geht, müssen noch einige Vorbereitungen getroffen werden. Diese Vorbereitungen sind

  1. Die Kartenmarkierungen zu setzen
  2. Das Aufnehmen, sowie Einstellen der Sprungausrüstung
  3. Bestimmung der Reihenfolge der zu springenden Truppen, sowie Höhe und verbundene Sprungart


Um all diese Dinge kümmert sich die Person, die in der Mission den höchsten Rang hat, i.d.R. ist dies die Operationleitung (OPL). Die Aufgaben können jedoch auch an andere Personen oder Truppen weitergegeben werden. Es ist außerdem immer auf die vom Missionsbauer gegebenen Parameter zu achten.

Kartenvorbereitung

Fallschirmjaeger wendepunkt.png Wendepunkt (WP) → Pilot übergibt Loadmaster Befehlsgewalt; letzte Vorbereitung vor Sprung
Fallschirmjaeger dropzone.png Dropzone (DZ) → ab hier beginnt der Loadmaster mit dem Sprung
Fallschirmjaeger kreuz.png Sammelzone (SZ) → ist der Punkt wo sich ein Trupp sammelt; es können auch mehrere Sammelzonen markiert werden

Materialvorbereitung / Aufsitzen

  1. Rucksack auf den Bauch schnallen; Achtung! Die Funktionen des Rucksack werden somit deaktiviert
  2. Fallschirm sowie Höhenmesser aus der Kiste entnehmen
  3. Im Trupp auf das Fahrzeug aufsteigen; der Loadmaster steigt immer als Letzter auf
  4. Im Fahrzeug den Höhenmesser aktivieren O und selbstständig ohne Funkbestätigung auf die Sprungfrequenz wechseln
  5. Truppführer meldet Aufsitzen auf der Sprungfrequenz

Loadmaster

Der Loadmaster hat die Aufgabe den Fallschirmsprung in der Luft zu koordinieren. Darunter fällt nochmaliges Ansagen wann jeder Trupp springt und das Herunterzählen beim Absprung. Wichtig ist dabei das nur auf sein Kommando aus dem Fahrzeug gesprungen wird. Die Rolle des Loadmasters kann dabei von einen Mitglied des zu letzt springenden Trupps oder aber von einem dritten Mann im Fahrzeug wahrgenommen werden. Der Unterschied ist dabei, dass der Loadmaster, wenn er Teil des zu letzt springenden Trupps ist, mit aus dem Fahrzeug springt. Dabei springt dieser immer als letztes ab, egal welche Nummer er im Trupp hat. Sollte die Rolle des Loadmasters von einem dritten Mann im Fahrzeug wahrgenommen werden, dann springt dieser am Ende nicht mit ab, sondern verbleibt im Fahrzeug.

Der Sprung

Die Phase “Sprung” beginnt mit erreichen der Dropzone und der Ansage des Loadmasters. Um das Fahrzeug zu verlassen muss man im Mausradmenü den Punkt “Abspringen” auswählen, alternativ kann auch zwei Mal V gedrückt werden. Das Fahrzeug verlässt man jedoch nur, wenn der Loadmaster einen aufruft. Dazu ein Beispiel:

[Schwarz] bereitmachen zum Sprung, [6] ab, [5] ab, … und so weiter.

Sprungarten

Im TTT unterscheiden wir zwischen drei verschiedenen Sprungarten.

Zum ersten wäre da der “Systemsprung”, der am “Automatiksprung” der Bundeswehr angelehnt ist. Diese Sprungart hat die geringste Absprunghöhe mit nur 180m. Außerdem ist bei dieser Sprungart der Fallschirm sofort nach verlassen des Fahrzeuges zu öffnen.

Die zweite Sprungart ist der “HALO-Sprung”, was ausgeschrieben “High Altitude – Low Opening” (große Höhe – niedrige Öffnung) bedeutet und dem Namen entsprechend selbsterklärend ist. Hierbei ist anzumerken, dass der Fallschirm spätestens bei 500m zu öffnen ist.

Die dritte Sprungart nennt ist “HAHO-Sprung”, was ausgeschrieben “High Altitude – High Opening” (große Höhe – hohe Öffnung) bedeutet und dem Namen entsprechend selbsterklärend ist.

Bei der Nutzung der verschieden Sprungarten gilt es einige Richtwerte einzuhalten, die in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet sind:

Sprungart min. Sprunghöhe max. Sprunghöhe Öffnung spätestens bei
Systemsprung 120 m*

(nur für Helikopter)

180 m* sofort

(ca 1 Sek. nach Sprung)

HALO-Sprung 2.500 m Unbegrenzt 250 m*
HAHO-Sprung 2.500 m Unbegrenzt 5 Sekunden nach Sprung

*Höhe über Terrain - Geländehöhe beachten!!!

Besonderheiten von ACE3

Durch die Modifikation ACE3 kann es vorkommen, dass sich der Fallschirm nicht öffnet. Sollte dies der Fall sein, so muss man durch das ACE-Fremdinteraktionsmenü Win den Fallschirm abschneiden. Anschließend kann man einen Reservefallschirm öffnen, dieser ist jedoch nicht steuerbar.

Der Flug

Die Phase “Der Flug” beginnt direkt nach verlassen des Fahrzeuges. Je nach Vorgabe und Sprungart wird der Fallschirm über den Eintrag “Öffne Fallschirm” im Mausradmenü geöffnet. Beim Flug im Fallschirm ist es ratsam die maximale Geschwindigkeit zuhalten um so schneller den Boden zu erreichen. Beim Navigieren in der Luft ist es von Hilfe sich an seinem Vordermann zu orientieren.

Die Landung

Die Phase “Landung” beginnt mit der Unterschreitung der 50m Marke.

Bei der Landung ist der Ort sowie die Geschwindigkeit, mit der man den Boden erreicht, von enormer Wichtigkeit, da es passieren kann, dass sich der Fallschirm schließt, wenn man in einem Baum oder gegen eine Hauswand fliegt.

Die Geschwindigkeit ist von Bedeutung, da ein zu schnelles Aufkommen zu Verletzungen oder Ohnmacht führt und in den meisten Fällen das Rennen danach nicht mehr möglich ist.

Die Landung kann man in drei Teile unterteilen, die zusammen einen Merksatz ergeben:

  1. beginnt ab einer Höhe von 50m, von da an beträgt die maximal Geschwindigkeit 5m/s
  2. 20m vor der Landung auf mindestens 3m/s abbremsen
  3. Aufkommen sollte mit maximal 2m/s oder weniger erfolgen um Verletzungen zu vermeiden

Das Sammeln

Die Phase “Sammeln” beginnt sofort mit Erreichen des Boden. Beim Absprung und anschließenden Flug kann es vorkommen, dass man die Übersicht verliert und somit die eigene Position und die des Trupps nicht kennt. Bei solch einem Fall ist es ratsam, sich mithilfe des Geländes seinem Trupp anzunähren. Sollte man auf den Weg zur Sammelzone auf Kameraden anderer Truppen stoßen, kann man sich mit diesen zur eigenen Sammelzone bzw. nächst besten Sammelzone bewegen.

Wie auch im Kapitel davor, kann man das Sammeln in verschiedene Teile unterteilen. Zusammen ergeben diese fünf Punkte einen Merksatz:

  1. Nach der Landung wird über den Truppfunk das erfolgreiche Landen gemeldet
  2. Es wird sich eigenständig zur Sammelzone begeben; dafür sind 5 Minuten vorgesehen
  3. Wenn der Trupp vollständig an der ersten Sammelzone ist, bewegt sich dieser zur zweiten Sammelzone, wenn bestimmt. Sollten es nicht alle Kameraden zur ersten Sammelzone schaffen bzw. sich nach der Landung nicht melden, wird die Suche nach den vermissten Kameraden aufgenommen; dafür sind bei Toten/Ohnmächtigen 30min vorgesehen, bei Lebenden ist solange zu suchen bis dieser gefunden ist
  4. Beim Erreichen der zweiten Sammelzone bzw. ersten, wenn nur eine festgelegt wurde, gilt der Fallschirmsprung als abgeschlossen, außerdem müssen alle Kameraden diese erreichen bzw. als vermisst gemeldet sein

Fast-Rope

Fast-Roping, zu deutsch “Abseilen”, ist ohne das Nutzen von Scripte oder Modifikationen in Arma 3 nicht möglich. In den nachfolgenden Kapiteln wird sich auf das System von ACE³, Stand [27.05.2016], bezogen. Es ist außerdem zu erwähnen, dass das Abseilen nur aus Helikoptern funktioniert und dies je nach Modifikation auch nicht bei jedem Modell.

Loadmaster

Die Rolle des Loadmasters kann wie beim Fallschirmsprung von einem Mitglied des Fahrzeuges bzw. von einem Mitglied des Trupps wahrgenommen werden und hat zusätzlich zur Ansage der Reihenfolge, die Aufgabe das Modul zum Fast-Rope zu aktivieren und die Seile herunter zu lassen, dies geschieht bei beidem über das ACE-Eigenmenü. Auch hier gilt, dass der Loadmaster, wenn er denn muss, das Fahrzeug als letztes verlässt.

Vorbereitung Boden

Bevor es nun in die Luft geht müssen am Boden die gleichen Dinge wie beim Fallschirmsprung geklärt werden. Dazu zählen die Kartenvorbereitung, das Bestimmen des Loadmasters und die Reihenfolge der sich abseilenden Truppen. Darum kümmert sich, wie auch beim Fallschirmsprung, die Person mit dem höchsten Rang in der Mission. Auch hier können Aufgaben an andere Personen oder Truppen weitergegeben werden. Des Weiteren ist auch hier auf die vom Missionsbauer gegebenen Parameter zu achten. Vor dem Aufsitzen wird sich wie beim Fallschirmsprung auf eine Sprungfrequenz begeben.

Vorbereitung Luft

Um sich nun abseilen zu können muss das System ausgefahren werden, dazu kann man im Flug über das ACE-Eigenmenü den Eintrag “Fast-Rope System vorbereiten” auswählen. Bei einigen Modellen werden sich nun die Seitentüren öffnen und die Hacken fahren heraus. Anschließend kann man über das ACE-Eigenmenü den Eintrag “Seile einsetzen” die Seile herunter lassen. Dabei ist die maximal Länge von 30m zu beachten.

Das Abseilen

Das Abseilen funktioniert dabei über das ACE-Eigenmenü und lässt sich dort über den Menüeintrag “Fast-Rope” auswählen. Nachdem der letzte Soldat sich abgeseilt und den Boden erreicht hat, wird dies auf der Sprungfrequenz gemeldet. Die Fahrzeugbesatzung kann dann die Seile über den Eintrag “Seile abschneiden” im ACE-Eigenmenü, abschneiden und die Dropzone verlassen.

Beispiele

Musterkarte

Fallschirmjaeger musterkarte.png

Musteransprache

Beginnend mit dem Aufsitzen der Truppen. Die Sprungfrequenz ist hierbei SR 200, die Sprungart ist der Systemsprung aus einer C-130, der Loadmaster ist Teil der Truppe.


Truppen nehmen Sprungausrüstung auf…

Truppen sitzen auf Maschine auf…


Schwarz: Schwarz meldet sich auf Sprungfrequenz an. Trennung. Schwarz meldet Trupp aufgesessen.

Loadmaster: Loadmaster bestätigt, Schwarz aufgesessen.

Blau: Blau meldet sich auf SR 200 an. Trennung. Blau meldet Trupp aufgesessen.

Loadmaster: Loadmaster bestätigt, Blau aufgesessen.

Grün: Grün meldet sich auf Sprungfrequenz an. Trennung. Grün meldet Trupp aufgesessen.

Loadmaster: Loadmaster bestätigt, Grün aufgesessen. Trennung. An alle, Sprungreihenfolge lautet: Schwarz, Blau, Grün. Wiederhole. Schwarz, Blau, Grün. Loadmaster übergibt Piloten.


Maschine startet, begibt sich zum Wendepunkt…


Silber: Silber meldet WP-Alpha erreicht.

Loadmaster: Loadmaster bestätigt, WP-Alpha erreicht. Trennung. Ich wiederhole Sprungreihenfolge. Zuerst Trupp Schwarz, dann Trupp Blau, zum Schluss Trupp Grün.


~500m vor Dropzone…


Loadmaster: Schwarz bereitmachen zum Sprung... (Dropzone erreicht) ... [6] ab, [5] ab, [4] ab, [3] ab, [2] ab, [1] ab. Blau bereitmachen zum Sprung, [6] ab, [5] ab, [4] ab, [3] ab, [2] ab, [1] ab. Grün bereitmachen zum Sprung, [3] ab, [2] ab, [1] ab. Loadmaster draußen, Sprung abgeschlossen, verlasse Sprungfrequenz.


Maschine dreht ab; möglicher Funk beim Landen bei Schwarz…


Schwarz 6: Hier 6, melde erfolgreiches Landen.

Schwarz 5: Hier 5, melde erfolgreiches Landen bei Sammelzone.

Schwarz 4: Hier 4, melde gelandet, leichte Verletzung.

Schwarz 3: Hier 3, melde gelandet, habe die Orientierung verloren.

Schwarz 2: meldet sich nicht eigenständig und auch nach Anfrage nicht

Schwarz 1: Hier 1, melde erfolgreich gelandet, begebe mich zur Sammelzone.