Formationen: Unterschied zwischen den Versionen

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== Formationen im TTT ==
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Man unterscheidet im Prinzip zwischen tiefen und breiten Formationen. Der Zielkonflikt zwischen tiefen und breiten Formationen besteht darin, wie viel Feuerkraft auf den Feind gerichtet werden kann, bzw wie die Sicherung zu den Seiten gewährleistet werden kann.
  
Die Formationen gehören zu den sogenannten Basiskenntnissen die jedes Mitglied im TTT beherrschen sollte.
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Des Weiteren gibt es in den Formationen die Begriffe “eng” und “weit”. Dies bezieht auf die Abständer der einzelnen Formationselemente untereinander und ist abhängig u.a. durch Geländeeigenschaften, Sichtverhältnisse und Ausstattung mit Führungsmitteln (Funk).
  
Um sich durch das Gelände zu bewegen verwendet man Formationen. Diese können für den Trupp von Vorteil sein
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== Formationen in der Halbgruppe / Fireteam ==
  
oder gewisse Nachteile haben. Deshalb sollten sie jederzeit dem Gelände, sowie erwarteten oder bekannten Situationen angepasst werden.
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=== Der Keil Halbgruppe / Fireteam ===
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|Der Keil (im Bild: Keil rechts) ist im Prinzip eine abgewandelte Formation der Schützenkette. Hier wird die breite der Schützenkette mit einer leichten Tiefe kombiniert. Vorteil des Keils ist die maximale Waffenwirkung auf den Feind, als auch die Führbarkeit durch das Gelände. Außerdem kann durch den Keil eine 360 Grad Sicherung gewährleistet werden.
  
Die Formationen die im TTT Verwendung finden sind der '''''Stack''''', die '''''Kolonne''''' und die '''''Schützenkette'''''.
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'''<u>Der Stack</u>'''
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=== Die Schützenkette Halbgruppe / Fireteam ===
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|Diese Formation ist das Paradebeispiel für eine breite Formation. Hier wird die maximale Feuerkraft dem Feind entgegengebracht, allerdings auf Kosten der Geschwindigkeit und Führbarkeit im Gelände, sowie in der Rundum-Sicherung.
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Die Schützenkette dient zum Bezug einer Stellung, in Deckung an Mauern und – in Ausnahmefällen – zum Anmarsch auf einen Feind.
  
Der Stack ist die Sammelfomation vor dem Abmarsch und als Bewegungsformation beim aufsitzen in unterschiedliche Fahrzeuge.
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Zudem dient er als Formation für den direkten Zugriff in Räume (siehe CQB). Grundsätzlich wird der Stack in den klassischen (engen) "Stack" und
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=== Der Stack Halbgruppe / Fireteam ===
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|Der Stack ist das Paradebeispiel für eine tiefe Formation. Die Halbgruppe / Fireteam lässt sich leicht führen und schnell durch das Gelände bewegen. Durch den geringen Querschnitt ist dem Feind die Aufklärung erschwert und die Flanken können gut überwacht werden. Entscheidender Nachteil dieser Formation ist die geringe Feuerkraft nach vorne, sowie die Anfälligkeit für Beschuss durch schwere Waffen.
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Der Stack wird in den klassischen "engen Stack" und den "weiten Stack" unterteilt, wobei 'eng' und 'weit' sich auf die Abstände der einzelnen Soldaten bezieht
  
"Stack weit" unterteilt. Beim "Stack weit" werden die Abstände lediglich erweitert.
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Des Weiteren kann eine Abwandlung des [[Close Quarters Combat|CQB]] bei direkten Zugriff auf Räume genutzt werden
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[Bild Stack]
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== Formationen in der Gruppe / Squad ==
  
'''<u>Die Kolonne</u>'''
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=== Schützenreihe Gruppe / Squad ===
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| Die Schützenreihe dient als Standardformation für den Marsch und als Formation im offenen Gelände. Sie ist eine Mischung aus einer tiefen und einer breiten Formation. Sie bietet sowohl die Möglichkeit mehr Feuerkraft in Richtung eines frontalen Feindes wirken zu lassen, vernachlässigt aber hierbei nicht die 360°-Sicherung, sowie die Führung und Schnelligkeit beim Marsch durch das Gelände.
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Bei einem Squad mit 9 oder mehr Mann (Wie hier dargestellt), kann der Squadleader sich zwischen den beiden Fireteams frei her bewegen.
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Bei einer Gruppe mit 8 oder mehr Mann nimmt der Gruppenführer den Platz eines der Truppführer aus der Darstellung ein.
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Die Kolonne dient als Standartformation für den Marsch und als Formation im offenen Gelände. Hierbei muss man zwischen
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=== Der Doppelkeil Gruppe / Squad ===
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| Der Doppelkeil dient als Standardformation für das Gefecht und bietet die Möglichkeit im Gruppen- / Squadrahmen die Vorteile der Keilformation im Anmarsch auf vermutete Feindpositionen zu nutzen. Hierbei bewegt sich das erste Element in Keilformation in einem Abstand vor dem zweiten Element in Keilformation. Der Abstand der beiden Halbgruppen / Fireteams ist wiederum Abhängig von der Gefährdungslage, dem Gelände und den Sichtverhältnissen. Eine Nutzungsmöglichkeit ist es z.B. den ersten Keil 50m vor dem zweiten Keil als Vorhut marschieren zu lassen.
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Das Nachziehen des zweiten Elements birgt eine erhöhte taktische Handlungsfähigkeit. Wenn das erste Element Kontakt zum Feind herstellt und den Feuerkampf aufnimmt, ggf. sogar vom Feind unterdrückt wird, hat das zweite Element i.d.R. noch die Fähigkeit ein taktisches Manöver durchzuführen.
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Bei einem Squad mit 9 oder mehr Mann (Wie hier dargestellt), kann der Squadleader sich zwischen den beiden Fireteams frei her bewegen.
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Bei einer Gruppe mit 8 oder mehr Mann nimmt der Gruppenführer den Platz eines der Truppführer aus der Darstellung ein.
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=== Schützenkette Gruppe / Squad ===
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|Die Schützenkette bietet die Möglichkeit im Gruppen- / Squadrahmen die Vorteile der Keilformation im Angriff auf vermutete Feindpositionen zu nutzen, indem die maximale Feuerkraft dem Feind entgegengebracht werden kann. Hierbei bewegt sich das erste Element in Keilformation neben dem zweiten Element in Keilformation. Der Abstand der beiden Halbgruppen / Fireteams ist wiederum Abhängig von der Gefährdungslage, dem Gelände und den Sichtverhältnissen. Diese Formation eignet sich sehr gut um überschlagend vorzugehen.
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Bei einem Squad mit 9 oder mehr Mann (Wie hier dargestellt), kann der Squadleader sich zwischen den beiden Fireteams frei her bewegen.
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Bei einer Gruppe mit 8 oder mehr Mann nimmt der Gruppenführer den Platz eines der Truppführer aus der Darstellung ein.
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== Formationen im Zug ==
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Für das koordinierte Vorgehen eines Zuges kann es sinnvoll sein Zugformationen anzuwenden. Wie auch bei den obigen Formationen unterscheidet man grundsätzlich zwischen tiefen und breiten Formationen. Diese unterscheiden sich insbesondere im Hinblick auf:
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1.) Feuerkraft
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2.) Führbarkeit + Geschwindigkeit
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3.) Sicherung
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4.) Reaktionsvermögen, d.h. wie schnell kann ein Schwerpunkt gebildet bzw. verlagert werden.
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=== Marschkolonne ===
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|Die Marschkolonne dient dem Zugführer dazu, schnell und koordiniert seine Kräfte zu verschieben.
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Dabei marschieren alle unterstellten Gruppen und Teileinheiten hintereinander weg. Die Zugführung bestimmt dabei ihre Position in der Marschkolonne nach Lage selbstständig.
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Das Verlegen in der Marschkolonne bindet wenig organisatorische Ressourcen und kann äußerst zügig erfolgen.
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Die Sicherung und Wirkung zu den Flanken kann als sehr gut bezeichnet werden. Nach vorne sind Wirkung und Sicherung eher schlecht.
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Allerdings kann der Zugführer bei Feindkontakt mit seinen nachgeführten Gruppen rasch einen Schwerpunkt bilden und den Feind werfen.
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=== Schützenkette ===
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![[Datei:Zug schuetzenkette.png|zentriert|rahmenlos]]
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|Die Schützenkette im Zug dient dem Zugführer dazu, mit möglichst viel Feuer in Richtung Feind zu wirken. Dies geht zu Lasten der Flankensicherung und der Führbarkeit.
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Das Gros der Kräfte steht dabei breit nebeneinander und bildet eine lange Schützenkette.
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Unmittelbar dahinter befindet sich der Zugführer und ggf. eine weitere Gruppe, die als Entsatz oder zur Schwerpunktbildung herangezogen werden kann.
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=== Waldkampfformation / "U" ===
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![[Datei:Zug U Formation.png|zentriert|rahmenlos]]
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|Die U-Formation ist eine für den Waldkampf prädestinierte Mischform. Die erste Gruppe geht in Schützenkette vor. Die 2. und 3. Gruppe bewegen sich in Schützenreihe und orientieren sich links und rechts hinter den äußersten Schützen der 1. Gruppe und bilden somit ein umgedrehtes "U".
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Die Zugführung marschiert hinten, zwischen 2. und 3. Gruppe und führt ggf. zur Schwerpunktbildung eine weitere Gruppe nach.
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Die Formation bietet gute Flankensicherung, gute Führbarkeit und Geschwindigkeit sowie ausreichend Feuerkraft nach vorne. Der Zugführer kann zudem rasch einen Schwerpunkt bilden oder in Schützenkette auffächern lassen.
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[[Kategorie:Grundlagen]]
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==Sicherungsbereiche==
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==Die 360° - Sicherung==
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Damit jede Gruppe / Squad zu jedem Zeitpunkt von allen Seiten gedeckt ist, gibt es Sicherungsbereiche.
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Die Sicherungsrichtung wird in der Bewegung immer über die Zeigerposition der Uhr angegeben (Marschrichtung = 12 Uhr, rechts = 3 Uhr, links = 9 Uhr...).
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Die Rundumsicherung ist eine 360°-Sicherung. Jeder Soldat hat hierbei den Auftrag, 90° abzusichern.
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Um es euch einfacher zu machen, sind die Sicherungsbereiche in der 8-Mann-Gruppe / 9-Mann-Squad beim TTT vordefiniert (siehe Tabelle).
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Wird die Stellung für eine Weile gehalten, empfiehlt es sich, Deckung zu suchen.
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Ist der Gruppenführer / Squadleader durch Funk oder Planung abgelenkt, achtet der Stellv.Gruppenführer / Fireteamleader 1 darauf das die Sicherung richtig aufgebaut wurde.
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Sicherungsbereiche der Rundumsicherung
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![[Datei:360er 4v2.png|'''4 - Mann 360er'''|zentriert|rahmenlos]]
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==Die 180° - Sicherung==
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Die 180°-Sicherung wird in der Regel an Mauern oder mit absolut sicherem Rückraum angewandt. Zu beachten ist, dass die 180°-Sicherung nicht unmittelbar an der Mauer, sondern etwa 1m davon entfernt aufgebaut wird. So kann hinter der Sicherung durch gelaufen werden, ohne in den Feuerbereich treten zu müssen.
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![[Datei:180er 4.png|'''<u>4 - Mann 180er</u>'''|zentriert|rahmenlos]]
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![[Datei:180er 8 9.png|8 bzw. 9 - Mann 180er|zentriert|rahmenlos]]
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[[Kategorie:Grundlagen]]

Aktuelle Version vom 14. Oktober 2019, 14:04 Uhr

Formationen im TTT

Man unterscheidet im Prinzip zwischen tiefen und breiten Formationen. Der Zielkonflikt zwischen tiefen und breiten Formationen besteht darin, wie viel Feuerkraft auf den Feind gerichtet werden kann, bzw wie die Sicherung zu den Seiten gewährleistet werden kann.

Des Weiteren gibt es in den Formationen die Begriffe “eng” und “weit”. Dies bezieht auf die Abständer der einzelnen Formationselemente untereinander und ist abhängig u.a. durch Geländeeigenschaften, Sichtverhältnisse und Ausstattung mit Führungsmitteln (Funk).

Formationen in der Halbgruppe / Fireteam

Der Keil Halbgruppe / Fireteam

Keil rechts.png Der Keil (im Bild: Keil rechts) ist im Prinzip eine abgewandelte Formation der Schützenkette. Hier wird die breite der Schützenkette mit einer leichten Tiefe kombiniert. Vorteil des Keils ist die maximale Waffenwirkung auf den Feind, als auch die Führbarkeit durch das Gelände. Außerdem kann durch den Keil eine 360 Grad Sicherung gewährleistet werden.

Die Schützenkette Halbgruppe / Fireteam

Trupp kette.png Diese Formation ist das Paradebeispiel für eine breite Formation. Hier wird die maximale Feuerkraft dem Feind entgegengebracht, allerdings auf Kosten der Geschwindigkeit und Führbarkeit im Gelände, sowie in der Rundum-Sicherung.

Die Schützenkette dient zum Bezug einer Stellung, in Deckung an Mauern und – in Ausnahmefällen – zum Anmarsch auf einen Feind.

Der Stack Halbgruppe / Fireteam

Trupp stack.png Der Stack ist das Paradebeispiel für eine tiefe Formation. Die Halbgruppe / Fireteam lässt sich leicht führen und schnell durch das Gelände bewegen. Durch den geringen Querschnitt ist dem Feind die Aufklärung erschwert und die Flanken können gut überwacht werden. Entscheidender Nachteil dieser Formation ist die geringe Feuerkraft nach vorne, sowie die Anfälligkeit für Beschuss durch schwere Waffen.

Der Stack wird in den klassischen "engen Stack" und den "weiten Stack" unterteilt, wobei 'eng' und 'weit' sich auf die Abstände der einzelnen Soldaten bezieht

Des Weiteren kann eine Abwandlung des CQB bei direkten Zugriff auf Räume genutzt werden

Formationen in der Gruppe / Squad

Schützenreihe Gruppe / Squad

Gruppe schtz reihe.png Die Schützenreihe dient als Standardformation für den Marsch und als Formation im offenen Gelände. Sie ist eine Mischung aus einer tiefen und einer breiten Formation. Sie bietet sowohl die Möglichkeit mehr Feuerkraft in Richtung eines frontalen Feindes wirken zu lassen, vernachlässigt aber hierbei nicht die 360°-Sicherung, sowie die Führung und Schnelligkeit beim Marsch durch das Gelände.

Bei einem Squad mit 9 oder mehr Mann (Wie hier dargestellt), kann der Squadleader sich zwischen den beiden Fireteams frei her bewegen. Bei einer Gruppe mit 8 oder mehr Mann nimmt der Gruppenführer den Platz eines der Truppführer aus der Darstellung ein.

Der Doppelkeil Gruppe / Squad

Gruppe doppelkeil.png Der Doppelkeil dient als Standardformation für das Gefecht und bietet die Möglichkeit im Gruppen- / Squadrahmen die Vorteile der Keilformation im Anmarsch auf vermutete Feindpositionen zu nutzen. Hierbei bewegt sich das erste Element in Keilformation in einem Abstand vor dem zweiten Element in Keilformation. Der Abstand der beiden Halbgruppen / Fireteams ist wiederum Abhängig von der Gefährdungslage, dem Gelände und den Sichtverhältnissen. Eine Nutzungsmöglichkeit ist es z.B. den ersten Keil 50m vor dem zweiten Keil als Vorhut marschieren zu lassen.

Das Nachziehen des zweiten Elements birgt eine erhöhte taktische Handlungsfähigkeit. Wenn das erste Element Kontakt zum Feind herstellt und den Feuerkampf aufnimmt, ggf. sogar vom Feind unterdrückt wird, hat das zweite Element i.d.R. noch die Fähigkeit ein taktisches Manöver durchzuführen. Bei einem Squad mit 9 oder mehr Mann (Wie hier dargestellt), kann der Squadleader sich zwischen den beiden Fireteams frei her bewegen. Bei einer Gruppe mit 8 oder mehr Mann nimmt der Gruppenführer den Platz eines der Truppführer aus der Darstellung ein.

Schützenkette Gruppe / Squad

Gruppe schtz kette.png Die Schützenkette bietet die Möglichkeit im Gruppen- / Squadrahmen die Vorteile der Keilformation im Angriff auf vermutete Feindpositionen zu nutzen, indem die maximale Feuerkraft dem Feind entgegengebracht werden kann. Hierbei bewegt sich das erste Element in Keilformation neben dem zweiten Element in Keilformation. Der Abstand der beiden Halbgruppen / Fireteams ist wiederum Abhängig von der Gefährdungslage, dem Gelände und den Sichtverhältnissen. Diese Formation eignet sich sehr gut um überschlagend vorzugehen.

Bei einem Squad mit 9 oder mehr Mann (Wie hier dargestellt), kann der Squadleader sich zwischen den beiden Fireteams frei her bewegen. Bei einer Gruppe mit 8 oder mehr Mann nimmt der Gruppenführer den Platz eines der Truppführer aus der Darstellung ein.

Formationen im Zug

Für das koordinierte Vorgehen eines Zuges kann es sinnvoll sein Zugformationen anzuwenden. Wie auch bei den obigen Formationen unterscheidet man grundsätzlich zwischen tiefen und breiten Formationen. Diese unterscheiden sich insbesondere im Hinblick auf:

1.) Feuerkraft

2.) Führbarkeit + Geschwindigkeit

3.) Sicherung

4.) Reaktionsvermögen, d.h. wie schnell kann ein Schwerpunkt gebildet bzw. verlagert werden.

Marschkolonne

Zug marschkolonne.png
Die Marschkolonne dient dem Zugführer dazu, schnell und koordiniert seine Kräfte zu verschieben.

Dabei marschieren alle unterstellten Gruppen und Teileinheiten hintereinander weg. Die Zugführung bestimmt dabei ihre Position in der Marschkolonne nach Lage selbstständig.

Das Verlegen in der Marschkolonne bindet wenig organisatorische Ressourcen und kann äußerst zügig erfolgen.

Die Sicherung und Wirkung zu den Flanken kann als sehr gut bezeichnet werden. Nach vorne sind Wirkung und Sicherung eher schlecht.

Allerdings kann der Zugführer bei Feindkontakt mit seinen nachgeführten Gruppen rasch einen Schwerpunkt bilden und den Feind werfen.

Schützenkette

Zug schuetzenkette.png
Die Schützenkette im Zug dient dem Zugführer dazu, mit möglichst viel Feuer in Richtung Feind zu wirken. Dies geht zu Lasten der Flankensicherung und der Führbarkeit.

Das Gros der Kräfte steht dabei breit nebeneinander und bildet eine lange Schützenkette.

Unmittelbar dahinter befindet sich der Zugführer und ggf. eine weitere Gruppe, die als Entsatz oder zur Schwerpunktbildung herangezogen werden kann.

Waldkampfformation / "U"

Zug U Formation.png
Die U-Formation ist eine für den Waldkampf prädestinierte Mischform. Die erste Gruppe geht in Schützenkette vor. Die 2. und 3. Gruppe bewegen sich in Schützenreihe und orientieren sich links und rechts hinter den äußersten Schützen der 1. Gruppe und bilden somit ein umgedrehtes "U".

Die Zugführung marschiert hinten, zwischen 2. und 3. Gruppe und führt ggf. zur Schwerpunktbildung eine weitere Gruppe nach.

Die Formation bietet gute Flankensicherung, gute Führbarkeit und Geschwindigkeit sowie ausreichend Feuerkraft nach vorne. Der Zugführer kann zudem rasch einen Schwerpunkt bilden oder in Schützenkette auffächern lassen.

Sicherungsbereiche

Die 360° - Sicherung

Damit jede Gruppe / Squad zu jedem Zeitpunkt von allen Seiten gedeckt ist, gibt es Sicherungsbereiche. Die Sicherungsrichtung wird in der Bewegung immer über die Zeigerposition der Uhr angegeben (Marschrichtung = 12 Uhr, rechts = 3 Uhr, links = 9 Uhr...). Die Rundumsicherung ist eine 360°-Sicherung. Jeder Soldat hat hierbei den Auftrag, 90° abzusichern. Um es euch einfacher zu machen, sind die Sicherungsbereiche in der 8-Mann-Gruppe / 9-Mann-Squad beim TTT vordefiniert (siehe Tabelle). Wird die Stellung für eine Weile gehalten, empfiehlt es sich, Deckung zu suchen. Ist der Gruppenführer / Squadleader durch Funk oder Planung abgelenkt, achtet der Stellv.Gruppenführer / Fireteamleader 1 darauf das die Sicherung richtig aufgebaut wurde.

Sicherungsbereiche der Rundumsicherung

Nr. Sicherungsrichtung 4 Mann Sicherungsrichtung 8 Mann Sicherungsrichtung 9 Mann
1 12 Uhr 12 Uhr /
2 3 Uhr 12 Uhr 12 Uhr
3 9 Uhr 3 Uhr 12 Uhr
4 6 Uhr 3 Uhr 3 Uhr
5 / 9 Uhr 3 Uhr
6 / 9 Uhr 9 Uhr
7 / 6 Uhr 9 Uhr
8 / 6 Uhr 6 Uhr
9 / / 6 Uhr
4 - Mann 360er
8 bzw. 9 - Mann 360er

Die 180° - Sicherung

Die 180°-Sicherung wird in der Regel an Mauern oder mit absolut sicherem Rückraum angewandt. Zu beachten ist, dass die 180°-Sicherung nicht unmittelbar an der Mauer, sondern etwa 1m davon entfernt aufgebaut wird. So kann hinter der Sicherung durch gelaufen werden, ohne in den Feuerbereich treten zu müssen.

4 - Mann 180er
8 bzw. 9 - Mann 180er