Konvoi

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Wenn das Einsatzgebiet in weiter Ferne liegt, eine Verlegung mit einem Helikopter nicht möglich ist und die Wanderschuhe durchgelaufen sind, greift man auf seinen Fuhrpark zurück.

Damit die Verlegung aber nicht in einer Offroad-Rally endet, befassen wir uns mit dem Konvoi und der Einbindung von Fahrzeugen außerhalb der Panzerwaffe in den infanteristischen Kampf.

Vorbereitungen für den Konvoi

Die Vorbereitung des Konvois umfasst mehrere Teilbereiche: Die Karten- und Routenarbeit, die Reihenfolge der Trupps innerhalb des Konvois, das Aufsitzen der Trupps auf die Fahrzeuge und das Herstellen der Konvoi-Formation.

Führung

Verantwortung für einen Konvoi (also die Summe der Fahrzeuge) hat der Konvoi-Führer. Das bedeutet auch, dass einzelne Führungskräfte nicht einfach mal ansagen, was der Konvoi oder ihr Fahrzeug zu tun hat. Der Konvoi-Führer untersteht direkt der druchführenden Teileinheit oder bei mehreren Truppenteilen der OPL, bis der Konvoi aufgelöst ist. Der Konvoi-Führer wird durch die OPL oder die durchführende Teileinheit festgelegt. In der Regel ist es einer der Zug- oder Truppführer, in Ausnahmefällen die OPL selbst.

Karten- und Routenarbeit für den Konvoi

Der Konvoi-Führer ist für die Karten – und Routenplanung zuständig. Dabei richtet er sich nach den von der übergeordneten Führung gegebenen Befehlen. Er kann diese Aufgabe auch delegieren, die Verantwortung und somit die Pflicht zur Überprüfung verbleibt bei ihm.

Der Konvoi-Führer plant die Route nach verschiedenen Gesichtspunkten:

  • schnellstmögliche Annäherung an das Zielgebiet
  • möglichst sichere Route für den Konvoi
  • Ausnutzung von Gelände und Tageszeit zum eigenen Vorteil

Was muss alles befohlen werden?

  • Starting-Point (SP): Startpunkt des Konvois, wird auf Karte markiert
  • Passing-Points (PP): Meldepunkte, die der Konvoi passieren muss. Diese sind auf Karte einzuzeichnen, fortlaufend zu nummerieren (PP 1, PP 2, PP 3,...) und sollten an leicht erkennbaren Geländepunkten oder an Übergängen zwischen Räumen mit verschiedenen Bedrohungseinschätzungen liegen.
  • Release-Point (RP): Endpunkt des Konvois, mit Erreichen des letzten Fahrzeugs wird der Konvoi durch den Konvoiführer aufgelöst.
  • Die Fahrzeuge der Trupps, falls nicht die Fahrzeuge den Trupps vorher schon fest zugeordnet wurden.
  • Die Reihenfolge der Trupps bzw Teileinheiten im Konvoi. Diese ist im Aufstellungsraum auf der Karte im der Form "Fahrzeugposition + Einheitsname zu markieren".
  • Konvoifrequenz: Diese ist bei uns grundsätzlich die 66 und kann daher auf SR- und LR-Funkgeräten eingestellt werden. Vorsichtshalber immer nochmal befehlen. Tipp: Als Truppführer auf der Fahrzeug-LR fest einstellen und diese auf Lautsprecher stellen. So bekommen alle mit wann und was gefunkt wird. Antworten kann aber nur der Fahrzeugführer.
  • Abstand und Geschwindigkeit. Diese kann für unterschiedliche Streckenabschnitte im Voraus unterschiedlich befohlen werden. Ein gutes Beispiel wäre im Ort 30 km/h und außerorts 50 km/h.
  • Verhalten bei Feindkontakt
  • Startzeit des Konvois
  • Sicherungsbereiche: Diese sind im Bereich Sicherungsbereiche festgelegt, es bietet sich jedoch an, diese zu wiederholen. Abweichungen müssen befohlen werden.
  • Was geschieht am Release-Point.

Ja nach Lage kann zusätzlich befohlen werden:

  • Holding Point´s (HP): Können zum Beispiel für technische Halte oder Beobachtungshalte im Vorfeld festgelegt werden. Weitere Halte können immer durch den Konvoi-Führer befohlen werden.
  • Lagebezogene Dinge, wie zum Beispiel wer bestimmtes Material mitführt
  • Abstand zu vor und Nachhut, wenn diese vorhanden.

Notwendige Kartenmarkierungen

Konvoiaufstellung auf Karte
Konvoi Starting Point.png Starting Point → Markiert den Konvoibeginn
Konvoi Passing Point.png Passing Point → Meldepunkt für alle Fahrzeuge
Konvoi Haltepunkt.png Haltepunkt → Vorgeplanter technischer Halt oder Beobachtungshalt
Konvoi Release Point.png Release Point → Markiert das Konvoiziel
Konvoi Richtungspunkt 1.png Richtungspunkte → Es wird auf der Hauptstraße (gelb) geblieben
Konvoi Richtungspunkt2.png Richtungspunkte → Es wird der Hauptstraße nach links gefolgt

Das Aufsitzen auf Fahrzeuge

Bestiegen werden Fahrzeuge in folgender Reihenfolge – von der höchsten Zahl zur niedrigsten (Truppführer). Dabei wird vor dem Einsteigen per Funk mitgeteilt, dass man einsteigt (»6 steigt ein!«, »5 steigt ein!« usw.).

Der übliche Befehl eines Truppführers lautet hierbei »Trupp XYZ, in umgekehrter Reihenfolge aufsitzen!«. Im Fahrzeug wird durchgezählt – der Truppführer beginnt. Nach Durchzählung gibt der Truppführer der Konvoi-Führung durch, dass der Trupp aufgesessen und bereit ist.

Beim Absitzen steigt wiederum die höchste Zahl als Erstes aus – die niedrigste Zahl zuletzt (Truppführer). Somit kann der Truppführer davon ausgehen, dass tatsächlich sein gesamter Trupp abgesessen ist. Auch hier gibt man kurz durch, dass man absitzt (»6 raus!«, »5 raus!« usw.).

Besetzung der Positionen im Fahrzeug

Während der Fahrt in einem bewaffneten Fahrzeug (HMMWV, MRAP, Fennek, Puma) gibt es in der Regel 3 Positionen zu besetzen.

  • Fahrer (größte Nummer)
  • Beifahrer/Kommandant (Truppführer) → Wird entschieden
  • Schütze (zweitgrößte Nummer)

In einem Fahrzeug MIT Kommandantenposten (Fennek, MRAP Puma, etc.) wird die Wärmebild vom Truppführer besetzt, der Funker sitzt auf den Beifahrersitz vorne auf (Fennek, MRAP) und blickt nach vorne und rechts.

In einem Fahrzeug OHNE Kommandantenposten (HMMWV, Toyota, LKW), wechselt der Truppführer auf den Beifahrersitz vorne. Der Truppführer hat die Aufgabe, den Sicherungsbereich vorne und rechts im Auge zu behalten.

Idealerweise sieht also ein besetztes Fahrzeug im TTT wie folgt aus:

  • Nummer 1 (Trp.Fhr.) – Beifahrer
  • Nummer 2 – Passagier
  • Nummer 3 – Passagier
  • Nummer 4 – Passagier
  • Nummer 5 – Fahrzeugwaffenschütze
  • Nummer 6 – Fahrer

Wichtig: Der Truppführer kann natürlich auch nach eigenem Ermessen ein anderes Buddyteam als Fahrer und Schütze einteilen.

Beispiel Platzverteilung
Sicherungsbereiche um das Fahrzeug

Exkurs: Sicherung eines Einzelfahrzeugs

Der Sicherungsbereich nach Verlassen des Fahrzeuges entspricht den Standsicherungsbereichen für Trupps. Mehrere Trupps können sich z. B. 180° Sicherungsbereiche abstimmen.

Wichtig:

  • Bewegungskorridor vor und hinter dem Fahrzeug immer frei lassen. 12 Uhr ist immer die Fahrzeugfront
  • Ein Fahrzeug in ARMA ist keine Deckung, wenn der Gegner AT-Waffen besitzt
  • Abstand halten: Wenn nicht anders befohlen, 20 Meter Abstand vom Fahrzeug Fahrzeuge tendieren zum Explodieren, bieten schlechte Deckung und brauchen zudem jederzeit Platz für Manöver

Einnahme der Konvoipositionen

Der jeweilige Fahrzeugführer begibt sich mit seinem Fahrzeug auf seinen Platz im Konvoi. Sobald er diesen erreicht hat, löscht er seine Kartenmarkierung und meldet sein Fahrzeug auf Konvoifunk 66 an. Das Fahrzeug ist dabei am Fahrbahnrand aufzustellen.

Sollte ein Trupp auf mehrere Fahrzeuge aufgeteilt werden, so ist durch den Truppführer ein Fahrzeugführer zu bestimmen. Dieser verfährt wie oben beschrieben. Für die Dauer des Konvois ist dieser Fahrzeugführer nicht mehr seinem Truppführer, sondern dem Konvoiführer unterstellt.

Abstände im Konvoi

Wir fahren zwei unterschiedliche Konvoi-Formen:

  • Offener Konvoi: Kolonne, Abstand von maximal 100 Metern (taugt für flaches Gelände, Wüsten, gute Wetterlage, guter Straßenbelag), hohe Geschwindigkeit.
  • Geschlossener Konvoi: Kolonne, Abstand von unter 25-50 Metern (taugt für urbane Umgebung, schlecht einsehbares Gelände (Hügel, Bewuchs) hohes Verkehrsaufkommen, schlechte Wetterlage, schlechter Untergrund), niedrige Geschwindigkeit

ARMA-Reality-Check: Bei vielen Desyncs empfiehlt es sich einen höheren Abstand zwischen die Fahrzeuge zu legen. Auch mehr als 100 Meter.

Generell sind die Abstände des Konvois der Topographie, der Sichtverhältnisse und der Feindlage anzupassen. Ein Auffahren auf unter 5 Meter (oder eine Fahrzeuglänge) ist unter allen Umständen zu vermeiden, außer explizit angeordnet. Dazu folgende Faustregeln:

  • Je offener und höher die Sichtweite, umso größer kann der Abstand zwischen den Konvoi-Fahrzeugen gewählt werden. Trotzdem MUSS im Konvoi in der Regel Sichtkontakt zum vorderen Fahrzeug immer möglich sein.
  • Je unübersichtlicher das Gelände, desto enger wird der Konvoi gefahren. Auch bei hohem Verkehrsaufkommen (zivile Fahrzeuge auf der Fahrbahn) wird eine eher enge Fahrweise bevorzugt.

Vor- und Nachteile von offenem und geschlossenem Konvoi

Generell ist eine lockere Formation in offenem Gebiet zu bevorzugen. Die lockere Formation sorgt dafür, dass der Gegner nicht den gesamten Konvoi gleichzeitig unter Feuer nehmen kann und das IEDs nicht mehrere Fahrzeuge ansprengen können. Zudem ermöglicht der größere Abstand zwischen den Fahrzeugen mehr Manöverwege (Flanken, Ausweichen) und bessere Reaktion auf Gefahren. Nicht zuletzt reduziert es die Gefahr von Auffahrunfällen drastisch.

Die geschlossene Formation ist im Personenschutz und beim Transport von High Value Gütern bevorzugt, da die enge Formation verhindert, dass sich etwas »zwischen« den Konvoi setzen kann – und Feuerkraft auf einen sehr engen Raum zusammenfasst. Gleichzeitig ist die enge Formation deutlich schwieriger zu fahren (Auffahrunfälle) und erfordert vorausschauendes Fahren und ein eingespieltes Team.

Formationen im Konvoi

Kolonne

Der Konvoi wird in Kolonnen-Formation aufgebaut. Fahrzeug 1 ist das Führungsfahrzeug und sichert in Fahrtrichtung ab. Fahrzeug 2 sichert nach rechts ab, Fahrzeug 3 nach links, usw. Das letzte Fahrzeug, hier Fahrzeug 5, sichert nach hinten ab. Die Abstände zwischen den Fahrzeugen entsprechen den Vorgaben der Konvoiführung, im Regelfall ca. 50 m.

Die Fahrzeuge im Konvoi halten in der Formation

Gestaffelte Kolonne

Der Konvoi fährt in einer versetzten Stack-Formation. Fahrzeug 1 ist das Führungsfahrzeug und sichert in Fahrtrichtung ab. Fahrzeug 2 sichert nach rechts ab, Fahrzeug 3 nach links, usw. Das letzte Fahrzeug, hier Fahrzeug 5, sichert nach hinten ab. Die Abstände zwischen den Fahrzeugen in einer Linie, hier 1,3,5 und 2,4, entsprechen den Vorgaben der Konvoiführung, im Regelfall ca. 100 m.

Die Fahrzeuge im Konvoi halten in der Formation.

Struktur eines Konvois

Der Konvoi ist so strukturiert, dass er maximale Sicherung bietet. Dabei unterscheiden wir zwischen:

Einem »Dreier Konvoi« (3 Elemente) und einem »Fünfer Konvoi« (5 Elemente). Egal wie groß die Mannschaft ist – ein Konvoi ist immer in mind. 3 Teile zu unterteilen, optimalerweise aber in fünf.

Der »Dreier Konvoi«

  • Sicherungselement
  • Transport und Führung
  • Sicherungselement

Das erste Sicherungselement sorgt für die Sicherheit nach vorne und klärt die zu befahrende Wegstrecke auf. Die Transportgüter und die Führung befinden sich in dem mittleren Teil des Konvois und sichern die Seitenbereiche rechts und links ab. Das zweite Sicherungselement sorgt für die rückwärtige Sicherung und gilt als schnelle Einsatztruppe bei Feuerüberfällen.

Fünfer Konvoi

Der »Fünfer Konvoi«

• Vorhut

• Sicherungselement

• Transport und Führung

• Sicherungselement

• Nachhut

Durch diese Struktur übernehmen das erste und das zweite Sicherungselement die Seitenabsicherung und bei Bedarf ebenfalls die Sicherung nach vorne und hinten. Das Recon-Element kann den Abstand zum Konvoi vergrößern und wird als variables Aufklärungselement eingesetzt. Gefahren werden so frühzeitig erkannt. Die Nachhut kann ebenfalls den Abstand vergrößern und so bei jedem Halt als Overwatch-Element dienen, sowie als Reserve-Einheit an Brennpunkte gezogen werden.

Die Fahrt

Geschwindigkeit eines Konvois

Die Geschwindigkeit sollte in etwa 50 – 70 % der Maximalgeschwindigkeit des LANGSAMSTEN Fahrzeuges im Konvoi sein. Jedes Fahrzeug braucht eine Beschleunigungsreserve für den Notfall und für das Regulieren des Abstandes. Das Fahren mit Höchstgeschwindigkeit ist nur im Notfall erlaubt und nur über kurze Strecken.

Tipp: ARMA bietet 3 Standardgeschwindigkeiten für Fahrzeuge (tatsächlich ist die Geschwindigkeit abhängig vom Fahrzeugmodell und Untergrund)

  • Langsam: Strg + W
  • Normal: W
  • Schnell: ⇧ Shift + W

Mit "Entf" (Standardbelegung, kann je nach Einstellungen abweichen) kann man einen Tempomat ein- und ausschalten. Die zu dem Zeitpunkt gefahrene Geschwindigkeit ist dann als Höchstgeschwindigkeit eingestellt.

Halten eines Konvois

Im TTT gibt es zwei relevanten Halteformationen für Konvois

  • Halt in Kolonnenformation (—–) → Zum Halt wird dabei an den Straßenrand gefahren (in der Regel rechts), um einen Rettungskorridor freizuhalten.
  • Halt in gestaffelter Kolonne (–_–_–) → Zum Halt wird an den jeweiligen Straßenrand gefahren.

Wichtig: Halten ist KEIN Parken.

Halten bedeutet, dass jederzeit und sofort die Fahrt aufgenommen werden kann. Also keine »für kleine Tiger« für Fahrer während eines Haltes. Der Halt in Kolonnenformation wird auf der Straße vollzogen und die Fahrformation und Ordnung wird beibehalten.

Sicherungsbereich in Fahrt

Die Sicherungsbereiche stellen die Hauptbeobachtungsbereiche dar. In diese Richtung ist, falls vorhanden, eine schwere Waffe zu richten. Trotzdem sollte jede Fahrzeugbesatzung nach Möglichkeit einen Rundumblick behalten.

Das erste Fahrzeug sichert immer nach vorne, wärend das letzte Fahrzeug nach hinten sichert. Für die Seitenabsicherung gilt wie auch sonst beim Autofahren "rechts vor links". Das heißt, dass das zweite Fahrzeug vom Sicherungselement nach rechts sichert. Das nächste Fahrzeug dann nach links. Fahrzeuge aus dem Bereich Transport und Führung haben keine festen Sicherungsbereiche, halten aber trotzdem die Augen offen. Sollte in den Sicherungselementen jeweils nur ein Fahrzeug vorhanden sein, so muss das vordere nach vorne und rechts und das hintere nach hinten und links sichern.

Sicherungsbereiche während der Fahrt in 3er Formation

  • Vorhut – Sicherungsschwerpunkt nach vorne und rechts
  • Transport und Führung
  • Nachhut – Sicherungsschwerpunkt nach hinten und links

Sicherungsbereiche während der Fahrt in 5er Formation

  • Vorhut – Sicherungsschwerpunkt nach vorne
  • Erstes Sicherungselement – Sicherungsschwerpunkt nach vorne und rechts
  • Transport und Führung
  • Zweites Sicherungselement – Sicherungsschwerpunkt nach hinten und links
  • Nachhut – Sicherungsschwerpunkt nach hinten

Sicherungsbereich im Halt

Hier muss klar unterschieden werden, zwischen den Methoden im realen Leben und den Methoden in ARMA. Der Grund: Das Schadensmodell der Fahrzeuge in ARMA 3 ist (wie in allen Teilen zuvor) äußerst mangelhaft. Die Fahrzeuge tendieren ohne Vorwarnung in einen Feuerball aufzugehen.

Was wieder nicht ganz so unrealistisch ist: Der Gegner (in diesem Falle die KI) bekämpft mit panzerbrechender Munition besonders erfolgreich Fahrzeuge - meist deutlich früher, als die AT-Schützen aufgeklärt wurden. Dies führt häufig dazu, dass bei »realistischer« Verhaltensweise der komplette Trupp im Feuerball stirbt. Daher gibt es, abweichend von den üblichen Doktrinen, Abweichungen im TTT

  • Es ist absolut zu vermeiden, die Fahrzeuge als Deckung zu verwenden. Das gilt sowohl für Softskin (leichte Fahrzeuge, nicht beschusssicher) als auch für Hardskin (gepanzerte Fahrzeuge). Ausgebrannte Fahrzeuge dagegen eignen sich als Deckung.
  • Die Sicherung von Fahrzeugen oder dem Konvoi findet IMMER in Deckung und IMMER etwa 15 Meter vom Fahrzeug entfernt statt – Ausnahme – das Fahrzeug ist nicht besetzt.
  • Es kommt häufig vor, dass ein Trupp- oder Zugführer das komplette Aussteigen anordnet, auch der Schütze und Fahrer. Das hängt damit zusammen, dass leere Fahrzeuge nicht angegriffen werden. Stattdessen werden ERST die Feinde aufgeklärt und dann bei Bedarf das Geschütz bemannt – wir verwenden also das Fahrzeug häufig als »Joker« der erst gezogen wird, wenn wir das Gefährt sicher einsetzen können.
Beim Halt gibt es zwei Arten des Absitzen - die Befehle:
  • Absitzen: Alle verlassen das Fahrzeug und lassen es stehen – der Trupp bewegt sich mind. 15 Meter vom Fahrzeug weg
  • Teilabsitzen: Alle steigen aus bis auf den Schützen und Fahrer

Sicherungsrichtung beim Halt

Im Konvoi bauen wir die Sicherung auf die Seite auf, die in unserem Verantwortungsbereich lag (bei der Fahrt). Also entweder Rechts oder Links. Dabei (wichtig!) entfernen wir uns von den Fahrzeugen und suchen eigenständig Deckung. Beim 3er Konvoi unbedingt zu vermeiden ist eine Absicherung, in der in der Mitte das Fahrzeug die Sicht auf den eigenen Trupp verhindert - und den Trupp in zwei Teile aufteilt. Besser ist es, sich vom Fahrzeug weg zu bewegen und an erhöhter Position in Deckung eine 360 Grad-Sicherung aufzubauen, mit Überblick auf den Konvoi.

Die Recon richtet ihren Sicherungsbereich nach vorne aus. Das bewaffnete Fahrzeug ist nach Möglichkeit teilgedeckt nahe der Straße abzustellen - Aber NICHT auf Straßenkreuzungen oder ähnlichem.

Die Nachhut stoppt in Overwatchposition - dabei bleibt in der Regel das schwere MG besetzt, während ein Teiltrupp den Rückraum sichert.

Konvoifunk und Kommunikation

VOR der Konvoi-Bildung wird vom Fahrer (!) und Truppführer (!) sich auf einen zusätzlichen Funkkanal eingewählt. Der Standard-Konvoi-Kanal im TTT ist 66 auf der Shortrange bzw Longrange. Funker bleibt auf seinen Frequenzen. Nur Trupp- und Zugführer und OPL sprechen auf dem Kanal mit dem Konvoiführer. Der Fahrer empfängt nur. Eine andere Möglichkeit ist, dass der Truppführer die Fahrzeug-Longrange einstellt und auf Lautsprecher stellt. So kann nur er Funken, die Informationen kommen aber bei allen an.

Über den Konvoikanal werden durchgegeben:

  • Bewegung und Halt
  • Bedrohungslagen
  • Geschwindigkeit
  • Abstände
  • Verhalten bei Feindkontakt
  • Passieren von Starting Point und Passing Points, sowie Erreichen Haltepunkt und Release Point von ALLEN Fahrzeugen
  • Abbiegen vom ersten und letzten Fahrzeug des Konvois

Beispiel für einen Funkspruch bei plötzlichen Kontakt: "Break, Break, Vorhut 1, heißer Kontakt, 3 Uhr."

Alles andere läuft über die üblichen Kanäle.

Reaktion auf verschiedene Bedrohungslagen

Die Reaktionen können im Vorfeld werden oder lageabhängig durch die Konvoiführung befohlen werden.

Battledrill: Durchstoßen

Wurde zu Beginn der Konvoifahrt das Durchstoßen bei eventuellem Feindkontakt befohlen, wird dies gegebenenfalls durchgeführt, sofern die Straße nicht blockiert ist. 

Beim Durchstoßen wirken die Fahrzeugwaffen in ihrer Sicherungsrichtung auf den Feind, bzw. halten den Feind durch Sperrfeuer unten. Eine Erhöhung der Geschwindigkeit sollte vermieden werden, da durch Eile Unordnung entsteht und eventuell schwerere Fahrzeuge im Konvoi ihr Tempo nicht erhöhen können und somit zurück bleiben würden. 

Battledrill: Bekämpfen

Der Konvoi hält, wobei die Kampftrupps von den Fahrzeugen absitzen und unter Deckungsfeuer durch die Fahrzeugwaffen ein Flankenmanöver, einen Frontalangriff etc. durchführen. 

Battledrill: Ausweichen

Ist das Ausweichen zu Beginn der Konvoifahrt befohlen worden, so wird bei Feindkontakt durch die Fahrzeugwaffen der Feind unterdrückt. Wenn möglich nebeln sich die Fahrzeuge ein und es wird langsam zurück gesetzt. Es bringt keine Vorteile, wenn in aller Eile beim Zurücksetzen Unfälle entstehen. Langsam ist flüssig und flüssig ist schnell.